Wie gehe ich mit Demenzkranken um
|
|
Redaktion 28.04.2011 |
Immer mehr ältere Menschen leiden unter Demenz. Sie können sich Dinge nur schlecht oder gar nicht mehr merken, können sich nicht mehr orientieren und kennen bei fortgeschrittener Erkrankung nicht mehr die eigenen Angehörigen. Spätestens dann stellen sich die Angehörigen und Bekannten dieses Demenzpatienten die Frage: „Wie gehe ich mit Demenzkranken um?“
Neben den körperlichen Belastungen, die die Pflege eines Demenzkranken mit sich bringt, spielt auch die Psyche eine große Rolle. Wie schlimm ist es, wenn der eigene Mann oder die eigene Mutter einen selbst nicht mehr erkennt? Teilweise werden diese Patienten auch aggressiv, laufen weg und sträuben sich mit Händen und Füßen gegen das Anziehen, Waschen oder Kämmen.
Die Patienten können ihr Verhalten nicht mehr beeinflussen
Wer einen Demenzkranken pflegt, muss sich darüber im Klaren sein, dass der Patient sein Verhalten nicht beeinflussen kann. Es ist ihm nicht bewusst, dass er liebe Personen um sich herum kränkt. Das Verhalten wird von seinem Gehirn gesteuert und ist Teil der Demenzerkrankung. Wenn der Demenzkranke demzufolge die Angehörigen beschimpft, bespuckt oder aggressiv wird, so ist dies niemals persönlich gemeint. Dies sollte man sich immer wieder bewusst machen, sonst kann man die Pflege eines Demenzpatienten nicht lange durchhalten.
Gelassen mit Demenzkranken umgehen
Wenn der Demenzpatient aggressiv wird, sollten Sie ganz gelassen auf die Situation reagieren und sich nicht auf Machtkämpfe einlassen. Der Patient beruhigt sich wieder und kann sich dann meist nicht einmal mehr an die Situation erinnern. Im Gespräch mit einem Demenzpatienten sollte man einfache Sätze verwenden. Die Dinge, die der Patient noch kann, sollten unbedingt gefördert werden.
Für den Alltag mit einem Demenzkranken kann es auch hilfreich sein, die Zimmertüren zu beschriften. Solange der Patient noch mobil ist, kann er so Räume mit der Aufschrift Toilette oder Küche besser unterscheiden.
Die Frage „Wie gehe ich mit Demenzkranken um?“ kann demnach nicht in einem Satz beantwortet werden. Die Patienten haben trotz ihrer Erkrankung ein Recht darauf, in Würde zu leben und zu altern.
mehr vom Autor
lesen Sie weiter
-
Redaktion18.02.2011
-
Redaktion16.03.2011
-
Monika Weber02.06.2009
-
Claudia Haut14.03.2011
-
Monika Weber14.06.2009
neue Beiträge
-
Tobias19.04.2012
-
Tobias05.04.2012
-
Tobias25.03.2012
-
Tobias20.03.2012
-
Tobias27.02.2012
lesen Sie weiter
-
Redaktion25.11.2010
-
Cornelia Gschiel02.01.2011
-
Redaktion26.11.2010
-
Cornelia Gschiel02.01.2011
-
Redaktion06.11.2007









