Wie wird man Sängerin?
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Victoriah Szirmai 25.02.2011 |
Neben Model und Schauspielerin gehört Sängerin zu den Traumberufen vieler junger Mädchen. Sie sehen die Stars im Fernsehen, lesen über deren scheinbar glamouröses Leben, sehen schöne Kleider, coole Videos, tolle Häuser, Reisen um die Welt, berühmte Boyfriends … und denken: „ Das will ich auch!“ Und tatsächlich scheint es heute, mit Castingshows wie „Popstars“ oder „Deutschland sucht den Superstar“, einfacher denn je, Sängerin zu werden. Dass die meisten Sängerinnen, die in ihrem Beruf arbeiten und auch davon leben können, nicht als schillernde R&B-Queen solo auf der Bühne stehen, sondern sich ihr Geld zum Beispiel im Opernchor, als Studio-Sängerin oder als Gesangslehrerin verdienen, wird in den Mädchenträumen zumeist ausgeblendet.
Traumberuf oder Berufung
Wer realistischer an die Sache heran geht und sich schon früh fragt, „Wie wird man Sängerin?“, hat hingegen gute Karten, die eigene Karriere auf den richtigen Weg zu bringen. Talent vorausgesetzt. Zwar kann jeder private Gesangsstunden nehmen, ein guter Lehrer wird aber bei mangelndem Talent vorsichtig raten, den Berufswunsch noch einmal zu überdenken. Gesangsstunden bringen aber auch für den Laien etwas: Atmung und Stimme – und damit Körperspannung und selbstbewusstes Auftreten – verbessern sich, und nicht zuletzt macht singen einfach Spaß! Wurde einem von einem Gesangslehrer nun aber Talent bescheinigt, sollte man über ein Gesangsstudium nachdenken. Um an einer Musikhochschule angenommen zu werden, ist eine Aufnahmeprüfung zu bestehen – ganz ähnlich einem Casting, nur dass die Jury hier aus versierten Gesangspädagogen besteht. Auf diese kann man sich gezielt mit seinem Gesangslehrer vorbereiten.
Studium keine Garantie
Doch auch die beste Vorbereitung ist noch keine Garantie, auch zum Studium zugelasen zu werden. Eine Alternative sind hier private Ausbildungen, beispielsweise an Berufskollegs. Sie stehen im Ruf, eine lockerere Aufnahmeprüfung zu haben – eine Garantie auf eine feste Stelle, beispielsweise in einem Musical-Corps, sind aber auch sie nicht. Zudem kosten private Ausbildungen eine Menge Geld.
Wie wird man Sängerin jenseits eines Gesangstudiums? Man gründet, am besten schon zu Schulzeiten, eine Band, probt regelmäßig, um immer besser zu werden, hört soviel Musik wie möglich und saugt sie Shows anderer Sängerinnen förmlich ein, einfach um von ihnen zu lernen. Man schreibt seine eigenen Songs und bemüht sich um Auftrittsmöglichkeiten, in jedem noch so kleinen lokalen Club, in der Eckkneipe, aber auch auf dem Abiball. Die Chance, entdeckt zu werden, ist verschwindend gering. Aber wer wirklich gut ist, kann sich über die Jahre eine treue Anhängerschaft erspielen. Eine andere Möglichkeit sind Musikwettbewerbe. Auch hier gilt: klein und lokal anfangen. Es ist ein bisschen wie beim Superstar: Auch dort müssen erst diverse Vorrunden bestanden werden, bevor der Plattenvertrag winkt.
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