Besondere Risiken bei Anlagen in Hedgefonds
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Redaktion 22.03.2011 |
Da Hedgefonds sich nahezu aller Anlagekriterien bedienen dürfen, werden auch verstärkt großvolumige Kredite aufgenommen. Zusätzlich zu den eingelegten Geldern der Anleger kann somit weiteres Kapital investiert werden, was zu einer so genannten Hebelwirkung führt. Sollte sich nach Aufnahme eines großvolumigen Darlehens der Markt wider Erwarten negativ entwickeln, entstehen für den Investor große Verluste, da Tilgungs- und Zinsleistungen des vorher aufgenommenen Darlehens weiter bezahlt werden müssen.
Da ist es von entscheidender Bedeutung, wie groß der Hebel war. Je größer die Summe an aufgenommenen Mitteln, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Totalverlust des angelegten Kapitals kommt. Grundsätzlich gehören risikoreiche Strategien, Instrumente und Techniken zu den Merkmalen einer Anlage in Hedgefonds. Selbst hoch riskante Anlagen sind Hedgefonds erlaubt, da es derzeit noch keine beschränkenden rechtlichen Vorgaben gibt.
Legt der Fonds sein Kapital zu einem großen Teil oder komplett in einem risikobehafteten Geschäft an, muss der Anleger stets mit einem Totalverlustrisiko rechnen. Insbesondere dann, wenn der jeweilige Hedgefonds sich typischerweise auf risikoreiche Branchen, Länder oder Finanzinstrumente verlegt hat. Auch weisen von Hedgefonds oft bevorzugte Warentermingeschäfte Verlustrisiken auf. So beeinflussen beispielsweise Angebot und Nachfrage, aber auch politische Gegebenheiten und konjunkturelle Einflüssen Geschäfte dieser Art.
Verfügen dann die handlungsbefugten Fondsmanager nicht über spezifische Erfahrungen und Kenntnisse, kann ein solches Engagement mit großer Wahrscheinlichkeit nur mit einem Verlust verlaufen. Die von einem solchen Fonds genutzten Handels- und Anlagestrategien machen es notwendig, standardisierte Handels- und Risikomanagementsysteme einzusetzen. Funktionieren diese Systeme nicht, kann es zu erheblichen Verlusten kommen.
Die Anlagepolitik einiger Hedgefonds sieht vor, risikobehaftete Wertpapiere zu kaufen, deren Emittenten sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden und über eine nicht ausreichende Bonität verfügen. Investitionen dieser Art weisen ebenfalls ein erhöhtes Risiko eines Totalverlustes auf, da auch professionelle Fondsmanager nicht immer in der Lage sind, zuverlässige Informationen über die wirtschaftliche Lage eines solchen Unternehmens zu bekommen.
Auch beeinflussen hohe Wertschwankungen dieser Wertpapiere den Wert der Einlagen enorm. Denn meist gestaltet sich die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufspreis bei diesen Wertpapieren größer als bei marktgängigen Wertpapieren.
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