Dachfonds und die Abgeltungssteuer
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admin 29.10.2008 |
Am 01. Januar 2009 wird die neue Abgeltungssteuer eingeführt, die vor allem für Besitzer von Aktien und Investmentfonds starke Veränderungen mit sich bringt. Neben der künftigen vollen Besteuerung von Kursgewinnen müssen nun auch Dividendenerträge sowie innerhalb des Fonds erzielte Gewinne mit 25% Abgeltungssteuer versteuert werden. Für Anleger bedeutet die künftige Praxis in erster Linie eine Reduzierung der Rendite.
Wer weiterhin auf renditestarke Investmentfonds setzen möchte, kann die Abgeltungssteuer umgehen, indem er nicht direkt in diese Fonds, sondern in Dachfonds investiert. Diese Fonds legen ihr Geld nicht in Aktien oder festverzinsliche Wertpapiere, sondern wiederum in Fonds an. Dies führt dazu, dass sie vom Gesetzgeber als Vermögensverwaltung, und nicht als Fonds angesehen werden. Somit kann der Fondsverwalter innerhalb des Fonds Umschichtungen vornehmen, ohne dass die Kursgewinne versteuert werden müssen. Ist der Dachfonds gut gemanagt, können Anleger ihre Rendite somit erhöhen.
Wichtig ist es, sich möglichst noch vor dem Jahreswechsel für einen solchen Fonds zu entscheiden, denn dann gilt für erzielte Kursgewinne des Fonds noch die alte Rechtssprechung, wonach diese Gewinne ab einer Haltedauer der Fondsanteile von mehr als einem Jahr steuerfrei sind. Wird der Fonds jedoch ab Januar erworben, müssen diese Gewinne mit 25% versteuert werden.
Um die Abgeltungssteuer möglichst langfristig zu umgehen, sollte ein Dachfonds gewählt werden, in den lange investiert werden kann. Hierfür eignen sich zum einen Dachfonds, die in Aktienfonds investieren, aber auch Dachfonds, die eine Mischung aus Aktien-, Renten- und Immobilienfonds bieten, können für die langfristige Anlage ideal sein.
Da derzeit viele Banken und Fondsgesellschaften um die Gunst der Anleger buhlen, sind zahlreiche Dachfonds auf dem Markt, oftmals wurden diese auch erst in diesem Jahr aufgelegt. Es ist daher schwer, die unterschiedlichen Fonds zu vergleichen. Anleger können sich bei ihrer Wahl aber auf unabhängige Ratingagenturen sowie auf unabhängige Vergleiche von Verbrauchermagazinen stützen.
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