Definition Investmentfonds
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Redaktion 16.02.2011 |
Im Zusammenhang mit Investmentfonds sind immer wieder fachspezifische Begriffe zu lesen. Vor dem Kauf von Investmentfonds ist es wichtig, diese zu kennen und zu verstehen. Hier stellen wir Ihnen einige wichtige Begriffe vor.
Ausgabeaufschlag
Die Differenz zwischen Ausgabe- und Rücknahmepreis, die der Anleger beim Kauf von Investmentfondsanteilen zumeist bezahlen muss, nennt man Ausgabeaufschlag. Diese Gebühr wird als Prozentsatz vom Rücknahmekurs des Fonds berechnet. Je nach Art und Anlageschwerpunkt des Fonds variiert die Höhe des Ausgabeaufschlags. Er dient in erster Linie zur Deckung der Beratungs- und Vertriebskosten. Der Ausgabeaufschlag bewegt sich zwischen Null Prozent und 7 Prozent.
Aktienfonds sind Investmentfonds, die ausschließlich oder überwiegend in Aktien anlegen. Aufgrund der breiten Streuung auf eine Vielzahl von Aktienwerten wird das Risiko gegenüber einer Direktanlage deutlich gemindert.
Anteilsschein
Der Anteilsschein ist das Wertpapier, in dem die Ansprüche des Anteilsinhabers gegenüber der Kapitalanlagegesellschaft verbrieft sind, zum Beispiel das Miteigentum am Fondsvermögen. Anteilsscheine haben keinen Nennwert, sondern umfassen beispielsweise Stückzahlen von 1, 10, 100, 500 oder 1.000 Anteilen. Dem Anleger werden aber nicht nur volle Anteile, sondern auch Anteilsbruchteile gutgeschrieben, da der Anlagebetrag im Regelfall nicht dem Ausgabepreis entspricht.
Anteilswert
Der Wert eines Anteilsscheins errechnet sich aus dem gesamten Fondsvermögen dividiert durch die Zahl der umlaufenden Anteile und ist abhängig vom Börsenkurs der zum Fondsvermögen gehörenden Wertpapiere. Der Anteilswert wird börsentäglich ermittelt und ist zugleich der Rücknahmepreis, zu dem die Kapitalanlagegesellschaft die Fondsanteile zurückkauft.
Asset Allocation
Asset Allocation bezeichnet die Aufteilung des Kapitals auf verschiedene Anlageinstrumente wie Aktien, Obligationen und Geldmarktinstrumente sowie die anschließende Distribution auf verschiedene Regionen und Währungen mit dem Ziel, Rendite und Risiko eines Portefeuilles zu optimieren.
Ausgabepreis
Den Preis, zu dem Anleger Investmentfondsanteile kaufen können, nennt man Ausgabepreis. Er errechnet sich aus dem Anteilswert zuzüglich des Ausgabeaufschlages.
Ausschüttung
Bei einem ausschüttenden Investmentfonds werden ordentliche Erträge (Dividenden, Zinsen) und gegebenenfalls außerordentliche (realisierte Gewinne) einmal jährlich am Geschäftsjahresende an die Anteilsinhaber ausgeschüttet. Die Erträge werden bis zum Ausschüttungstag im Fondsvermögen angesammelt und erhöhen damit im Jahresverlauf den Anteilswert. Am Tag der Ausschüttung verringert sich dieser dann exakt um den Ausschüttungsbetrag. Die Höhe der Ausschüttung gibt allerdings keinen Aufschluss über die Qualität eines Investmentfonds oder seines Managements, da die Kurs¬gewinne überwiegend im Fondsvermögen verbleiben.
Auszahlplan (=Entnahmeplan)
Bei einem Auszahlplan erhält der Anleger durch den Verkauf von Anteilen regelmäßige Auszahlungen aus seinem Unvestmentdepot. Der Anleger kann dabei entscheiden, ob er sich nur seine regelmäßig er wirtschafteten Erträge auszahlen lässt (= Auszahlplan mit Kapitalerhalt) oder sein Investmentvermögen nach und nach aufbrauchen möchte (= Auszahlplan mit Kapitalverzehr).
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Kommentare
[...] Die Geldanlage in
[...] Die Geldanlage in Investmentfonds ist entweder in Form einer einmaligen Anlage, vor allem aber auch als regelmäßiges Investment in Form von Fonds-Sparverträgen möglich. [...]
[...] Es gibt jedoch immer
[...] Es gibt jedoch immer mehr Anleger, die keine ausführliche Anlageberatung der Banker mehr benötigen, weil sie sich selbst mit dem Aktienmarkt bzw. dem Fonds selbst beschäftigt haben. Das Internet bietet hierbei die Möglichkeit, sich ausführlich zu informieren und auch unabhängige Einschätzungen zum jeweiligen Fonds zu erhalten. Für alle gut informierten Anleger, die auf eine Anlageberatung verzichten wollen, stehen mittlerweile Fondsanbieter im Internet zur Verfügung. Bei ihnen sind Fondskäufe mit deutlich geringeren Kosten möglich, die Verwahrung der Fondsanteile erfolgt anschließend in einem Depot einer Direktbank, wodurch ebenfalls kaum Kosten anfallen. Einige der Fonds können sogar ganz ohne Ausgabeaufschlag erworben werden. Somit wird die Rendite der Anlage also nicht durch Zusatzkosten geschmälert. [...]