Erklärung Anleihen
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admin 29.07.2007 |
Als sicherer Hafen für Geld gehören Anleihen nicht nur zum Wertpapiermarkt, sondern dienen uns als wichtigster Indikator für steigende beziehungsweise fallende Aktien. Denn die Beziehung zwischen Anleihen und Aktien ist invers: Wenn die Zinsen fallen, steigen die Aktien und umgekehrt.
Die Anleihe ist das Gegenstück zur Aktie. Während die Aktie Eigentumsrechte verbrieft, bietet die Anleihe Gläubigerrechte. Wenn jedoch Geld verliehen wird, dann möchten man sicherstellen, nämlich dass man das Geld zurückerhalten und es entsprechend verzinst wird! Ansonsten könnten Sie ja Ihr Geld auch in alternative Wertpapieranlagen investieren.
Wie sicher erhalten Sie Ihr Geld zurück?
Dazu muss die Bonität des Schuldners geprüft werden. Da man als Privatanleger kaum die Möglichkeit hat, das Unternehmen beziehungsweise den Staat auf seine Schuldentilgungsfähigkeit (Bonität) zu prüfen, machen dies internationale Ratingagenturen.
Zwei der renommiertesten sind Standard & Poor's sowie Moody's Investors Services. Sie bewerten die Bonität mit Noten. Top Unternehmen werden mit „AAA" bezeichnet. Der unsicherste Schuldner wird mit „D" bewertet. Bei einem AAA-Schuldner wird man jedoch verglichen mit einem C-Schuldner niedrigere Zinsen bekommen. Dafür ist letzterer auch äußerst spekulativ. In der Fachsprache spricht man auch von Junk-Bonds, was soviel bedeutet wie „Schrott-Anleihen".
Nicht nur, dass man sich nicht sicher sein kann, ob der Schuldner die anfallenden Zinsen tilgen kann, sondern fraglich ist auch, ob er in der Lage ist, das eingezahlte Geld zurückzuzahlen. Lassen Sie sich so nicht nur von den hohen Zinsen solcher Anleihen locken, sondern behalten Sie auch das Risiko im Auge. Höhere Zinsen bedeuten bei gleicher Laufzeit auch ein höheres Risiko! Wer ganz sicher gehen will, legt sich eine AAA-Anleihe ins Depot. Allerdings muss er hier mit relativ geringen Zinsen rechnen, üblicherweise ein wenig über den aktuellen langlaufenden Zinssätzen.
Deshalb ist es vielleicht überlegenswert eine A- oder BBB-Anleihe zu erwerben, denn hier hat man bei recht hoher Sicherheit eine bessere Verzinsung und kann unter Umständen von einer Aufstufung profitieren.
Die Anleihe wird dann auch noch im Kurs zulegen. Wichtig für die Höhe der Zinsen, die Sie bekommen, wenn Sie Ihr Geld verleihen, ist die Bonität des Schuldners, die Laufzeit und der aktuelle Marktzins.
Für wen sind Anleihen interessant? Grundsätzlich für jeden, der einen Teil seines Geldes relativ sicher investieren will.
Möglichkeiten gibt es viele:
Als Beispiel sei hier die Nullkoupon-Anleihen genannt. Dabei handelt es sich um eine abgezinste Anleihe; es werden also keine Zinsen gezahlt, sondern diese werden in den Kurs eingerechnet.
Der Renditevorteil gegenüber Bundesschatzbriefen oder anderen jährlich verzinsten Papieren liegt bei der Nullkoupon-Anleihe in der Steuer, denn der zu versteuernde Zins fällt erst mit Veräußerung beziehungsweise Auslaufen der Anleihe an.
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Kommentare
[...] Die verschiedenen
[...] Die verschiedenen Anleihearten lassen sich auf unterschiedliche Weise in Gruppen einteilen, zum Beispiel hinsichtlich der Börsenfähigkeit, der Art des Emittenten oder auch nach der Sicherheit des jeweiligen Produktes. Es ist auf jeden Fall ein recht hartnäckiges „Gerücht“, dass man Anleihen generell als sicher bezeichnen kann. Wie sicher eine Anleihe ist, hängt von der genauer Art des Rentenpapiers ab. Als nahezu hundert Prozent sicher gelten zum Beispiel die Wertpapiere des Bundes, wie beispielsweise Bundesanleihen oder Bundesobligationen. Neben dem Bund emittieren auch die Länder und Kommunen Anleihen, zum Beispiel die Kommunalanleihen. [...]