Immobilienfonds

Monika Weber
01.06.2009

Immobilien sind als Anlage bereits seit Jahren sehr beliebt. Anleger, die sich keine eigene vermietete Immobilie leisten können oder wollen, können sich auch über Immobilienfonds an diesem Investment beteiligen. Dieses Investment hat vor allem den Vorteil, dass die Erträge unabhängig von Börsen oder Zinsmärkten erzielt werden können.

Bei der Anlage Immobilienfonds unterscheidet man zwischen offenen und geschlossenen Immobilienfonds.

Bei geschlossenen Immobilienfonds investieren Anleger in ein einzelnes Objekt. Dies kann je nach Ausgestaltung des Fonds ein Bürokomplex, ein Einkaufszentrum oder eine Lagerhalle sein. Die Mittel aller Anleger sowie eventuelle Kredite werden eingesetzt, um die Immobilie zu erwerben bzw. zu bauen. Im Anschluss daran wird sie vermietet, die erzielten Mieteinnahmen abzüglich der Bewirtschaftungs- und Verwaltungskosten werden an die Anleger ausgeschüttet. Geschlossene Immobilienfonds stellen hierbei eine Besonderheit dar, denn es handelt sich um eine unternehmerische Beteiligung. Somit sind die erzielten Einnahmen steuerrechtliche Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung und unterliegen somit nicht der Abgeltungssteuer. Das Risiko der Anleger besteht jedoch daran, dass Verluste drohen, sollte die Immobilie nicht die gewünschte Rendite erwirtschaften können oder aber Mieter insolvent werden. Auch die Laufzeit dieser Anlagen sollte bedacht werden, sie kann bis zu 25 Jahren betragen. Den geschlossenen Immobilienfonds stehen die offenen Immobilienfonds gegenüber. Diese Fonds investieren in bis zu 100 verschiedene Objekte, wodurch eine nicht unerhebliche Risikostreuung erzielt werden kann. Auch wenn eine Immobilie nicht wie gewünscht vermietet werden kann, können die entstandenen Verluste durch andere Objekte kompensiert werden. Nachteilig ist jedoch, dass Anleger in der Regel nicht erfahren, in welche Objekte investiert wird. Lediglich die Region (Europa) oder aber das Land (Deutschland) werden dem Anleger mitgeteilt. Offene Immobilienfonds eignen sich vor allem für Anleger, die kleine Beträge in Immobilien investieren wollen. Sie stellen zudem einen Sicherheitsfaktor fürs Depot dar, denn Immobilienfonds weisen nur geringe Schwankungsbreiten auf. Die Renditen sind zudem relativ stabil, sie liegen je nach Fonds zwischen 3-6% p.a. Gerade für langfristig orientierte Anleger sind Immobilienfonds eine gute Alternative für Festgeldanlagen. Offene Immobilienfonds haben gegenüber geschlossenen Fonds noch einen weiteren Vorteil: Sie sind jederzeit verfügbar. Anleger können ihre Anteile zum jeweils aktuellen Marktpreis täglich zurückgeben. Die Finanzkrise hat allerdings gezeigt: Auch bei offenen Immobilienfonds kann es zu kurzfristigen Mittelengpässen kommen, die die tägliche Verfügbarkeit der Fonds einschränkt. Das Mittel der Fondsschließung kann immer dann eingesetzt werden, wenn das Fondsmanagement hohe Abflüsse (zum Beispiel von institutionellen Anlegern) befürchtet, durch die die Anlageziele gestört werden könnten.

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