Kapitalanlage und Geldanlage

admin
21.06.2007

Die Themen Kapitalanlage und Geldanlage rücken auch für den "kleinen" Bürger immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit. Die Gründe dafür sind schnell erklärt: Ein in beeindruckendem Tempo sinkendes Rentenniveau und sinkende Sozialleistungen haben das Vertrauen in "Vater Staat" reichlich ramponiert. Heute muss jeder selber Geld ansparen um z.B. im Alter gut abgesichert zu sein. Wie hoch die staatlichen Rentenleistungen für die künftigen Generationen sein werden vermag niemand zu sagen.

Welche Kapitalanlage und Geldanlage ist aber die Richtige um privat fürs Alter zu sparen und vielleicht auch zwischendurch flexibel zu bleiben?

Zum Einen gibt es da natürlich die ganzen klassische Kapitalanlage, von der Lebens- über die Rentenversicherung bis hin zu Bausparverträgen und anderen Dingen. Diese Varianten haben alle Vor- aber auch Nachteile und sind bestimmt nicht die schlechteste Altersversorgung.

Wesentlich attraktiver scheint es allerdings, von der steigenden unternehmerischen Wertschöpfung in Deutschland (und anderen Ländern) zu profitieren und eine Geldanlage in der Wirtschaft selber zu tätigen. Das Instrument für diese Beteiligung nennt sich "Aktie" - eine Aktie ist eine Beteiligung an einem Unternehmen und kann durchaus eine sehr gewinnversprechende Kapitalanlage darstellen.

Als Geldanlage kann man entweder Anteile an einem Aktienfonds erwerben, der mit dem Geld der Anleger dann Aktien kauft, oder aber man kauft sich direkt Aktien in sein Depot.
Die Variante über den Fonds birgt in der Regel weniger Risiko weil der Fonds nicht nur Aktien eines Unternehmens, sondern gleich die mehrerer Firmen hält. Dafür zahlt man bei einem Fonds eine Menge Gebühren und die Wertentwicklung fällt, im Vergleich zu erfolgreichen Einzelwerten, oft auch eher moderat aus.

Absolut sinnvoll zur Ergänzung der eigenen Altersversorgung ist hingegen der Kauf von Aktien selber, ohne zwischengeschalteten Fonds oder dergleichen.
Man sollte sich allerdings Aktien eines Unternehmens raussuchen das man einschätzen kann. Der berühmte Börsenpapst André Kostolany hatte einmal gesagt, dass er nie Aktien eines Unternehmens kaufen würde, dessen Geschäftsmodell er nicht versteht. Vielmehr hat er immer auf Aktien von Unternehmen gesetzt, die mit Gütern zu tun haben, die immer benötigt werden, beispielsweise Versorger.

Legt man sich solche Aktien ins Depot und wartet dann einfach mal geduldig einige Jahre ab, wird i.d.R. der Zuwachs des Geldes enorm sein. Wichtig ist aber, dass man Unternehmen wählt, die voraussichtlich auch in 20 Jahren noch am Markt sein werden, denn nur so kann man überhaupt von einer langfristigen Kapitalanlage sprechen.

Geldanlage in Unternehmen der Hightech Branche oder von sehr kleinen Unternehmen ist im Verhältnis mit einem zu großen Risiko verbunden und eine solche Kapitalanlage kann sich schnell ins Gegenteil, in Kapitalvernichtung, wandeln.

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