Neue Anlagemöglichkeit: Fondstimer

admin
15.05.2009

Die Aktienmärkte sind derzeit starken Turbulenzen ausgesetzt. Die Auswirkungen der Immobilienkrise reichen auch bis nach Deutschland und lassen den DAX hierzulande auf und abwärts laufen. Die großen Schwankungen derzeit sind vor allem der großen Unsicherheit der Marktteilnehmer geschuldet, welche weiteren Unsicherheiten noch in den Bankbilanzen schlummern.
Viele Aktienbesitzer haben aufgrund dieser Entwicklungen ihre Aktienbestände reduziert. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt, erneut einzusteigen? Diese Fragen kann aktuell leider niemand beantworten, denn die Unsicherheit ist nach wie vor groß. Auch wie sich die Wirtschaft in den USA sowie in Europa entwickeln wird, steht noch in den Sternen.

Einige Banken haben daher ein ganz neues Produkt auf den Markt gebracht, den so genannten Fondstimer. Bei diesen Fondstimer handelt es sich um eine Art Vermögensverwaltung, bei der die Gelder der Anleger zuerst in Rentenfonds sowie in Geldmarktfonds investiert werden. Je nach Marktszenario wird das Geld dann nach und nach wieder investiert. Der Fondstimer ist hierbei vergleichbar mit Fondssparplänen. Auch bei diesen wird das Geld sukzessive in Fonds investiert, allerdings in monatlich gleich bleibenden Raten.

Somit muss der Kunde sich nicht für einen einzigen Einstiegszeitpunkt entscheiden, sondern er kann diese Entscheidung dem Fondsmanager überlassen, der aufgrund seiner Erfahrung einen deutlich besseren Markteinblick genießt. Er schichtet die Kundengelder daher so um, wie es seiner Markteinschätzung sowie der Kundeneinschätzung nach ideal ist. Der Kunde muss sich also nicht mehr selbst um sein Geld sowie dessen Anlage kümmern, sondern delegiert es. Je nach Risikopotenzial des Kunden erfolgt die Umschichtung entweder ganz oder nur teilweise in Aktienfonds. Ein Rentenorientierter Anleger wird somit maximal eine Aktienquote von 20% aufweisen, ein chancenorientierter Kunde hingegen kann bis zu 100% in Aktien investiert sein.
Diese Delegation des Einstiegszeitpunktes kostet, wie bei normalen Investmentfonds auch, einen Ausgabeaufschlag, weiterhin wird eine jährliche Depotverwaltungsprämie von 2-3% fällig.

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