Sachwertfonds
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Monika Weber 01.06.2009 |
Im Zuge der Finanzkrise mussten Anleger, die an der Börse investiert waren, mitunter hohe Verluste verkraften. Auch Anleger, die vorwiegend festverzinsliche Wertpapiere oder Termingelder als Anlagemöglichkeit nutzen, müssen derzeit aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus mit Renditeeinbußen rechnen. Eine Alternative zu klassischen Bankeinlagen und zu Wertpapieren sind Anlagen, die in Sachwerten investieren. Diese Sachwerte bieten auch in negativen Börsenzeiten die Möglichkeit hoher Renditen, gleichzeitig bieten sie einen gewissen Schutz vor Inflation. Die Ausgestaltung von Sachwertfonds, die auch als geschlossene Fonds oder geschlossene Beteiligungen bezeichnet werden, ist vielfältig. In allen Fällen aber wird der Anleger Teilhaber einer Fondsgesellschaft und ist so unmittelbar an den Gewinnen, aber auch an den Verlusten beteiligt. Im Ernstfall, der Insolvenz des Fonds, kann sogar der Totalverlust der Einlage drohen.
Auf der anderen Seite bieten Sachwertfonds allerdings deutlich höhere Renditen, gleichzeitig können mit ihnen unter Umständen steuerliche Vorteile erzielt werden, denn die Anlagen unterliegen nicht der Abgeltungssteuer. Im Bereich der Sachwertfonds sind vor allem Immobilienfonds, Schiffsfonds, Containerfonds und Flugzeugfonds sehr beliebt. Auch Fonds, die in Wald investieren und anschließend das Holz verkaufen, erfreuen sich aufgrund des Öko-Gedanken immer größerer Beliebtheit. In jedem Fall erwirbt die Fondsgesellschaft mit den Einlagen der Investoren sowie mit eventuell zusätzlich aufgenommenen Krediten das jeweilige Objekt, welches anschließend entweder vermietet, verleast oder verchartert wird. Die Einnahmen aus diesem Miet-, Charter- oder Leasingverträgen gehen abzüglich der Verwaltungsgebühren an die Investoren. Wichtig ist hierbei, dass Investoren genau darauf achten, welche Miet- oder Charterverträge geschlossen wurden. Da die Laufzeit der Fonds relativ langfristig ist (zwischen 8-25 Jahren), sollten auch die Verträge mit den Mietern, den Charterern oder Leasingnehmern langfristig sein. Ideal sind im Bereich der Schiffs- und Containerfonds Charterverträge von 10-15 Jahren, bei Immobilienfonds sollten mindestens zehnjährige Verträge geschlossen werden. Ebenfalls wichtig ist die Bonität des jeweiligen Mieters oder Leasingnehmers. Nur wenn diese einwandfrei ist, sind die Erträge langfristig gesichert. Sind beide Voraussetzungen gegeben, können Anleger für viele Jahre mit stabilen Erträgen rechnen. Die Renditen dieser Fonds liegen je nach Ausgestaltung zwischen 5-12% p.a. Anbieter von Sachwertfonds sind in erster Linie die Banken, aber auch freie Finanzvermittler haben diese Anlageprodukte im Angebot. Die Kosten für ein solches Investment liegen um 5% Agio, welches direkt bei der Anlage einbehalten wird.
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