Zertifikate und ihre Risiken

admin
18.02.2009

Viele Banken bieten ihren Anlegern und Sparern heute als Alternative zu niedrig verzinslichen Festgeldern oder auch zu den risikobehafteten Investmentfonds Zertifikate an. Diese Zertifikate sollen hohe Renditen erwirtschaften, das Risiko ist jedoch begrenzt oder in einigen Fällen sogar ausgeschlossen. Besonders beliebt sind derzeit die so genannten Bonuszertifikate.

Diese Bonuszertifikate gewähren den Anlegern eine fest vereinbarte Rendite. Diese wird jedoch nur dann ausgezahlt, wenn der zugrunde liegende Basiswert eine bestimmte Kursschwelle nie erreicht oder gar unterschritten hat. Als Basiswert kommen sowohl Aktien als auch Aktienindizes infrage. Wichtig ist hierbei, dass der Anleger auf einen möglichst breit gestreuten Index als Basiswert achtet, denn in diesem Fall ist er nicht so abhängig von speziellen Branchenentwicklungen. Weiterhin sollte die Kursschwelle deutlich unter dem aktuellen Wert des Basiswertes liegen, so dass ausreichend Platz für Abwärtsbewegungen bleibt. Vor allem bei Seitwärtsgerichteten oder gering steigenden Märkten haben sich diese Zertifikate als Anlageformen durchgesetzt, denn sie bieten eine Rendite zwischen 8-12%, das Risiko ist begrenzt.

Die letzten Monate haben jedoch nicht nur die positiven Seiten der Zertifikate, sondern auch die negativen Seiten gezeigt. Wird beispielsweise der Basiswert erreicht, handelt es sich auch bei Bonuszertifikaten um Indexzertifikate, die sich analog dem zugrunde liegenden Index entwickeln und so nicht unerhebliche Verluste ausweisen können. Würde gar der Emittent (=die Bank, die die Zertifikate herausgegeben hat) Insolvenz anmelden müssen, würden die Einlagen der Anleger verloren sein. Um dieses Risiko zu begrenzen, haben einige Banken bereits emittentengesicherte Zertifikate aufgelegt, die auch bei einer Insolvenz den Anlagebetrag garantieren.

Trotz aller Risiken gehören Zertifikate nach wie vor zu beliebten Anlageformen, sofern die Börsen der Welt nur seitwärts oder geringfügig nach oben tendieren. Anleger sollten sich aber in jedem Fall über die einzelnen Risiken, die zugrunde liegenden Basiswerte sowie eventuelle Verlustrisiken informieren.

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