Abgeltungssteuer ab 2009
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Redaktion 01.03.2011 |
Im Januar 2009 tritt die neue Abgeltungssteuer in Kraft, die von diesem Zeitpunkt an die Besteuerung von Kapitalerträgen regelt. Bisher mussten Anleger je nach Art der Anlage unterschiedlich hohe Steuern bezahlen. Für Zinserträge beispielsweise liegt der Steuersatz derzeit bei 30% Kapitalertragssteuer, bei Dividenden wird sogar nur die Hälfte des Ertrages zur Versteuerung herangezogen. Besitzer von Aktien oder Investmentfonds konnten sich bei Kursgewinnen von Papieren, die länger als ein Jahr im Depot vorhanden waren, über eine steuerfreie Auszahlung freuen.
Ab 2009 wird sich das nun ändern, denn die Abgeltungssteuer wird für alle Kapitalerträge gelten. Ihre Höhe beträgt 25%, zuzüglich 5% Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Der gesamte Abzugsbetrag wird sich somit auf etwa 28% belaufen. Für Anleger, die lediglich festverzinsliche Papiere und Termingelder angelegt haben, können sich sogar freuen, denn ihre Belastung wird im Vergleich zur heute geltenden Regelung sogar geringer. Zudem gilt weiterhin der Freistellungsauftrag von 801 Euro pro Person, der dann jedoch Sparer-Pauschbetrag genannt wird. Deutlich negativer wirkt sich die Abgeltungssteuer jedoch auf Anleger aus, die Aktien, Investmentfonds und andere Wertpapiere im Depot verwahren lassen.
Ihre Kursgewinne werden nämlich ab 2009 in jedem Fall mit 25% Abgeltungssteuer erfasst, unabhängig davon, wie lange die Papiere bereits im Depot vorhanden waren. Es gibt jedoch eine Übergangsregelung: Papiere, die bereits im Depot sind, werden noch nach alter Rechtssprechung versteuert. Erst wenn ab Januar neue Wertpapiere erworben werden, gelten für sie die neuen Steuerregeln. Besonders betroffen von der Abgeltungssteuer sind Anleger von Aktienfonds, denn bei ihnen wirkt sich sowohl die volle Besteuerung der Dividenden als auch die Besteuerung der Kursgewinne aus. Werden Kursgewinne auf Fondsebene erzielt (durch Kauf- und Verkaufsaufträge des Fondsmanagers), müssen auch diese künftig versteuert werden, was die Rendite negativ beeinflussen kann.
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