Fremdwährungskonten

Redaktion
30.03.2011
Fremdwährungskonten

Wenn die Aktienmärkte weltweit auf Talfahrt sind und das Zinsniveau drastisch reduziert wurde, suchen viele Anleger nach Alternativen. Eine dieser Alternativen können Fremdwährungskonten sein. Diese Konten werden, wie der Name schon sagt, nicht in Euro, sondern in einer fremden Währung geführt. Sie funktionieren hierbei ähnlich wie Girokonten, so dass Einzahlungen und Auszahlungen täglich möglich sind.

Um in die jeweilige Währung zu investieren, muss diese gekauft werden, hierbei fallen regelmäßig Umrechnungsgebühren von bis zu einem Prozent des Auftragswertes an. Zu beachten ist außerdem, dass einige Anbieter eine Mindestanlage auf ihren Währungskonten fordern. Bisher wurden Währungskonten vor allem von Unternehmen genutzt, die Geschäftspartner im Ausland haben und durch die Führung eines US-Dollar-Kontos der Umrechnung in Euro umgehen wollten. Somit können Bezahlungen oder Scheck-Einreichungen direkt in der Auftragswährung erfolgen, Konvertierungsgebühren fallen nicht an.

Doch auch Privatanleger können Währungskonten für ihre Geldanlage nutzen. Anbieter sind sowohl die Banken vor Ort als auch die Direktbanken im Internet. Der auf das Konto gezahlte Zins orientiert sich an der jeweils gewählten Währung. Hierbei gilt, dass der Zins umso höher ist, je höher die Währungsschwankungen sind. Bei der Anlage in Türkische Lira sind derzeit zum Beispiel 12% p.a. zu erzielen, wobei eine Anlage in südafrikanischen Rand lediglich bis zu 3% p.a. erwirtschaftet.

Neben den Zinsen, die je nach Anbieter monatlich oder quartalsweise gutgeschrieben werden, sind für Anleger aber vor allem die zu erzielenden Währungsgewinne interessant. Steigt beispielsweise der Wert der gekauften Währung, können binnen wenigen Tagen je nach Anlagebetrag einige Hundert Euro Gewinn entstehen. Auf der anderen Seite kann einer Währungsabwertung aber auch ein nicht unerheblicher Verlust folgen. Da sich die Devisenkurse täglich ändern, sollte das Fremdwährungskonto immer beobachtet werden, um die Währung bei hoher Verlustgefahr umgehend verkaufen zu können und so die Verluste zu begrenzen.

Ursachen für die Devisenkursänderung einer Währung können vielfältig sein. Zu den wichtigsten Komponenten gehören hierbei die Inflationsrate des Landes, dessen Wirtschaftsleistung sowie die gesamte politische Situation. Je nachdem, um welche Währung es sich handelt, können bereits kleine Signale zu einer Wertveränderung, sowohl nach oben als auch nach unten, führen. Viele Banken bieten ihren Anlegern daher monatlich aktualisierte Währungsberichte, um über alle wichtigen Faktoren ausreichend informiert zu sein.

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