Geldmarktfonds

Monika Weber
25.10.2009

Anleger, die sich mit der Materie der Geldanlage bereits beschäftigt haben, etwas von ihrem Vermögen mit einer ordentlichen Rendite anlegen wollen und dabei auf die Sicherheit nicht verzichten möchten, wählen die Kategorie Geldmarktfonds, die ebenfalls zu den Investmentfonds zählt. Geldmarktfonds investieren meist in solche Geldmarkttitel, die relativ kurz in der Laufzeit sind, zu denen unter anderem Termingelder, Anleihen oder auch Schuldscheindarlehen.

Gerade für Anleger, die einen Teil ihrer Ersparnisse in schlechten Börsenzeiten zwischenparken wollen, sind Geldmarktfonds lukrativ, weil sie eine höhere Rendite als Anlagen in Fest- oder Tagesgeld bringen.

 

Auf diesem Weg hat der Privatanleger auch die Möglichkeit Papiere zu erwerben, deren Laufzeit auch unter einem halben Jahr liegen kann. Weil die Fondsgesellschaften, die die Geldmarktfonds auflegen, von den Anlegern keine Gebühren einfordern, lohnen sich auch Investments mit kurzen Laufzeiten, denn die Rendite wird nicht durch zusätzliche Kosten verringert. Wer in einen Geldmarktfonds investiert, kann die erworbenen Anteile jederzeit wieder verkaufen.

In Deutschland dürfen die Geldmarktfonds erst seit 15 Jahren angeboten werden und inzwischen haben immer mehr Anleger festgestellt, dass sich mit dieser Art Fonds, die auch die notwendige Sicherheit bieten, bessere Renditen erzielen lassen als mit Festgeld oder gar auf dem Sparbuch. Das hat zur Folge, dass das Sparvolumen der in Geldmarktfonds investierten Gelder ständig ansteigt.

 

Bei den Geldmarktfonds, die in Deutschland angeboten werden, gibt es vier unterschiedliche Arten, zwischen denen der Anleger auswählen kann. Reine Geldmarktfonds investieren fast ausschließlich in Bankguthaben, wie Fest- und Tagesgeld so wie in festverzinsliche Wertpapiere der unterschiedlichsten Währungen, die nur noch eine kurze Laufzeit haben. Bei den Cash Fonds werden drei Viertel der Anteile wie bei den reinen Geldmarktfonds investiert.

 

Der Vorteil von Cash Fonds spiegelt sich darin wieder, das es keine Schwankungen des Wertes, wie das sonst oft konjunkturbedingt der Fall ist, gibt. Die Zinserträge sind im Vergleich mit Festgeld oder dem Sparbuch hoch und das Geld ist jederzeit verfügbar. Bei den so genannten geldmarktnahen Fonds, die es auch schon etwas länger gibt, werden bis zu 49 Prozent des Fondsvermögens in Geldmarkttitel gelegt und die anderen 51 Prozent in festverzinsliche Wertpapiere mit kurzen Laufzeiten und in Anleihen, die variabel verzinslich sind, investiert. Geldmarktnahe Fonds bewegen sich ungefähr in dem Anlagebereich der reinen Geldmarktfonds, aber die Laufzeit der Wertpapiere ist nicht so kurz, die laufen dann in der Regel noch bis zu 36 Monaten. Des Weiteren gibt es synthetische Geldmarktfonds in diesen sind langlaufende Rentenpapiere und andere Wertpapiere des Marktes kombiniert.

 

Eine große Auswahl für die interessierten Anleger, für welche Art man sich entscheidet, hängt im Wesentlichen von der Anlagestrategie und den persönlichen Zielen ab. Allen gemeinsam ist, dass sie zu den besten Mitteln am deutschen Markt gehören, wenn es um kurzfristige Geldanlagen mit Laufzeiten von weniger als einem Jahr und attraktive Renditen geht. Für die Wertentwicklung der Fondsanteile ist jeweils das aktuelle Zinsniveau des Marktes ausschlaggebend.

 

Der Anleger hat kein Kursrisiko wie bei der Anlage in Aktien oder Investmentfonds. Die Erträge bei den Geldmarktfonds liegen über der Inflationsrate und der Anleger ist jederzeit ausreichend liquide, um andere Entscheidungen zu treffen. Da die mit Geldmarktfonds erzielten Einnahmen aus Zinsen und zum Teil aus Kursgewinnen bestehen, unterliegen sie der Abgeltungssteuer, die zum 01. Januar 2008 eingeführt wurde.

 

Somit sind auch Anleger, die in Geldmarktfonds investiert haben betroffen, während sie in der Vergangenheit die Kursgewinne steuerfrei vereinnahmen konnten und nur die Zinsgewinne versteuern mussten, müssen jetzt alle Erträge mit 25 Prozent versteuert werden. Wer einen höheren Steuersatz hat, liegt damit aber immer noch im Vorteil, weil mit den 25 Prozent die gesamte Steuerschuld beglichen ist.

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