Was machten Taschenspieler?
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Redaktion 23.03.2011 |
Der Begriff der Taschenspielerei ist recht neu, auch wenn die Kunst selbst eine sehr alte ist. Gaukler nannte man im 19. Jahrhundert so, sofern sie sich durch die Präsentation diverser Tricks mit Objekten geringer Größe auszeichneten. Die verblüffende Täuschung resultiert aus der Fingerfertigkeit des Taschenspielers und der Ablenkung des Publikums.
Etymologisch betrachtet, leitet sich der Begriff von der Tasche her, welche von den Gauklern zum Transportieren ihrer Requisiten benutzt wurde. Im Mittelalter ordnete man die Taschenspieler den Vogelfreien zu. Sie waren vagabundierende fliegende Händler, rechtlos und bei der Regierung nicht sonderlich gerne gesehen. Sie reisten von Jahrmärkten zu Jahrmärkten, hielten sich eine Zeitlang in einer Ortschaft auf und verschwanden wieder.
Taschenspieler zog es aber auch an die Burgen der Adligen, um deren Hoffesten beizuwohnen und diese durch Spiel, Tanz und Scherz zu unterhalten. Aus dem Mittelalter stammt der Vorläufer des heute bekannten Hütchenspiels. Beim "Becherspiel" wechselt der Trickser unter drei gleichen Bechern verschiedene Kugeln hin und her. Im Gegensatz zu dem durch den Zirkus heute noch bekannten Zauberer erwirtschaftete der frühere Taschenspieler seinen Lebensunterhalt nicht mit seinen Vorstellungen.
Vielmehr ist er ein Händler gewesen, der seine Auftritte nutzte, um den Verkauf seiner - teilweise sehr seltsamen - ware anzukurbeln. In der bevölkerung hatten Taschenspieler oft den Ruf, Zauberer oder Quacksalber zu sein.
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